Mauja
Gute-Nacht-Geschichten
               
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 Die Geschichtenschreiberin                                                                                             

                                                                                         

Birgit Gerlach

  • 1956 geboren in Leipzig
  • aufgewachsen in Prettin/Elbe
  • 1975 Abitur in Jessen/Elster
  • Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Facharztausbildung Allgemeinmedizin an Krankenhaus und Poliklinik Merseburg
  • seit 1992 tätig in eigener Praxis
  • 2006 "Neudeutsche tierische Geschichten" (Amicus-Verlag), 2011 "Legende vom Krummen Tor" in "Die Sparigs" (Heidrun Kligge), 2014 "Mauja Gute-Nacht-Geschichten" mit Bildern von Ines Münch, 2016 "Merseburg hin und zurück" in "Geschichten aus dem Leseturm II" (pkp-Verlag)                                                                                           

 

 

 

 

Wie entstand die Idee zu Mauja? 

 

Im Gewimmel ließen wir uns durch die Gassen zwischen den Buden treiben, eben erst eine frisch gebackene Waffel im Bauch, hielten wir schon Ausschau nach glasierten Früchten und kandierten Mandeln. Die Entscheidung, ob wir lieber den goldenen oder doch eher den silbernen Vogel mit Glas- oder vielleicht mit Federschwanz auf unseren Baum setzen wollten, war noch nicht gefallen, da entdeckte sie uns. Sie rief unüberhörbar: „Nehmt mich mit, bitte!“ Meine Tochter hatte sie zuerst gesehen, eine flauschige getigerte Katzenhandpuppe mit blauen Augen. Kaum war mein Kind mit ihrer kleinen Hand in den Bauch der Mieze geschlüpft, begann diese zu gestikulieren, zu schnurren und aus ihrem Katzenleben zu erzählen.

Und dann wieder ein Blick aus blauen Augen und dieses „Mama …“, das jeden Stein erweichen kann.  

So schlich ich in der Mission Weihnachtsmann noch einmal zum Stand und holte das plüschige Katzentier ab.

Nachdem Mauja unter dem Weihnachtsbaum gesessen hatte, gehörten ihre Geschichten an dreihundertfünfundsechzig Tagen im Jahr zum festen Abendritual. Sie handelten von lieben und zickigen Freundinnen, strengen und coolen Lehrern, ängstlichen und mutigen Katzenkindern, kurzum konnte in die abendlichen Geschichten alles hineingepackt werden, was über den Tag noch zu sagen war, was trotz der knappen gemeinsamen Zeit noch gesagt werden musste.

Auf die Maujageschichte konnte unter nun doppeltem Protest auch nicht verzichtet werden, wenn eine ihrer Freundinnen bei uns schlief. Auch dann noch nicht, als sich die kleinen Damen schon ernste Gedanken über ihr Jugendweihe-Outfit machten.

Ein Jahr später fragte mich meine Tochter, ob ich die Geschichten nicht aufschreiben könnte, sie wolle sie ihren Kindern später auch erzählen. So versuchten wir beide, uns an die schönsten zu erinnern und hatten schon so viele vergessen.

Bilder würden unbedingt noch zu Kindergeschichten gehören, meinte sie.

Sie ging zum Studium und hinaus in die weite Welt. Seitdem lagen die Geschichten unbebildert in der Schublade.  

Eine Ausstellung mit Bildern von Ines Münch in der Stadtkirche brachte mich auf die Idee: Ines fragen. Ob sie auch kleine Illustrationen malen würde.

Vielleicht. Erst einmal die Geschichten sehen. Dann der Enkelin vorlesen.

Nach diesem Tauglichkeitstest entstanden die ersten Bilder. Es war faszinierend, wie meine Figuren immer mehr Gestalt annahmen, zu unverwechselbaren Charakteren wurden. Manchmal mussten wir auch unser beider Kopfkino zu ein und derselben Geschichte mühevoll synchronisieren, Ines hatte unendliche Geduld. Wir diskutierten, rangen um unsere Vorstellungen, änderten oder beließen es dann doch beim ersten Entwurf. Und jetzt ist unser Buch fertig und wir freuen uns darüber wie die Kinder.  

 

 

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